Mariona Masdemont Morente - Mitgründerin und Leiterin von Play&Train
Mai 2022

Mariona Masdemont Morente - Mitgründerin und Leiterin von Play&Train

“Wir bieten Sportaktivitäten für Touristen und Einheimische mit Behinderungen an”

Wir möchten mehr über Play&Train erfahren. Niemand kann uns das besser erklären und unsere Fragen besser beantworten, als die Mitgründerin des Verbandes, Mariona Masdemont.

Erzählen Sie uns bitte…

2008 gründeten wir Play&Train als gemeinnützige Einrichtung, die sich unter anderem Aktivitäten im Freien und Sport in der Gruppe für Menschen mit Behinderungen widmet. Im Jahr 2011 kamen wir mit dem Ziel nach Fuerteventura, Freizeitaktivitäten für Familien in Form von Camps für die Inselbewohner anzubieten, und 2014 begannen wir Aktivitäten für die Bewohner der Insel anzubieten. Zurzeit machen wir mit den ein- bis zweiwöchigen Ferienlager weiter und bieten darüber hinaus das ganze Jahr über und im Sommer ein integrierendes Programm für Jungen und Mädchen in der Gemeinde La Oliva an, das von Montag bis Freitag nachmittags außerschulische Aktivitäten wie Schwimmen, Tischtennis, Surfen und Tanztherapie umfasst. Derzeit bieten wir von Montag bis Freitag ein Trainingsprogramm für grundlegende Fähigkeiten an, um die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit geistiger Behinderung in der Gemeinde La Oliva zu fördern. Außerdem werden - wenn die Nachfrage besteht - sportliche Aktivitäten für Touristen mit Behinderungen angeboten. Dabei wird verschiedenes Material eingesetzt, um ihnen auch den Zugang zum Strand zuerleichtern.

Sie haben ein breites Angebot. Haben Sie ein Zentrum, an das sich Interessenten wenden können?

Ja, wir haben eins, und wir ziehen gerade in einen neuen Sitz in Corralejo um. Er befindet sich in der Calle Alcaudón um. Ich denke, Ende dieses Monats oder Anfang März werden wir dort sein. Dort werden wir dann auch gemeinsame Aktivitäten mit Übernachtung veranstalten.

Ist es sehr groß?

Ja. Wir bieten Beratungen und Kurse in Corralejo an, aber die Räumlichkeiten sind nicht geeignet, und wir warten auch darauf, in die alte Schule in Villaverde umzuziehen. Die Gemeindeverwaltung hat uns mitgeteilt, dass dies bald möglich sein wird.

Erzählen Sie uns bitte etwas über die Ferienlager.Welches Ziel wird damit verfolgt?

Das Ziel ist, dass die Menschen, die hierherkommen, ohne das familiäre Umfeld selbstständig sind. Sie werden sich in einer neuen Umgebung bewegen, dort Kontakte knüpfen und ihre Kommunikationsfähigkeiten verbessern. Es wird auch auf sportlicher Ebene gearbeitet, Surfen, Kitesurfen, Radfahren in einigen Fällen, spezielle motorische Fähigkeiten, usw. Wir machen vor allem Aktivitäten am Strand, diese werden jedoch durch andere Aktivitäten ergänzt, je nach dem Profil der Teilnehmer.

Wie viele Teilnehmer haben Sie in jedem Ferienlager?

Vor Corona war die Gruppe größer. Jetzt haben wir die Gruppen auf maximal sechs Personen mit Behinderungen und die Mitarbeiter reduziert.

Und wir finanzieren Sie alles. Bekommen Sie Unterstützung?

Bei Play&Trainbemühen wir uns, dass die Familien 40% der Kosten der Aktivität bezahlen, wir die anderen 60% suchen wir eine Finanzierung. Für die Ferienlager stellt uns eine private Stiftung die Mittel zur Verfügung. Die Einwohner von La Oliva zahlen nichts, die Teilnahme wird von der Gemeindeverwaltung finanziert. Derzeit sind etwa 30 Familien registriert, und bei der Vermittlung von grundlegenden Fähigkeiten haben wir bis zu diesem Jahr die Hilfe der Stiftung La Caixa in Anspruch genommen, und wir hoffen nun, dass wir mit der Unterstützung der Sozialbehörde von La Oliva weitermachen können. Auch die Firma Disa unterstützt uns auf verschiedene Weise.

Es wäre gut, diese Kurse auch in anderen Gemeinden anzubieten…

Ja, das haben wir vor. Ich hatte Treffen in anderen Gemeinden, denn dieses Projekt kann gut in anderen Gemeinden übernommen werden.

Und wie funktioniert es wirklich?

Wenn es in der Gemeinde Sportschulen gibt, bilden wir neue oder bereits vorhandene Lehrkräfte aus, damit sie sich um die Behinderten kümmern, so dass diese an den Aktivitäten teilnehmen können. Wir organisieren auch Wochenendfreizeiten mit den Bewohnern und Aktivitäten auf anderen Inseln. Auf Lanzarote waren wir im Charco de San Ginés mit Kanus unterwegs, und wir haben auch andere Aktivitäten in Las Palmas unternommen. Irgendwann würden wir sie gerne zum Wintersport auf das Festland mitnehmen.

Welches Alter haben die Teilnehmer dieser Programme?

Normalerweise von 4 bis21, aber wir hatten auch schon ältere Teilnehmer.

Was müssen diejenigen tun, die daran interessiert sind?

Interessierte Personen können Play&Train über die Website www.play&train.org kontaktieren, wo sie unser Angebot auf dem spanischen Festland und hier in Fuerteventura finden. Auf der Insel findet die Kommunikation per E-Mail statt: fuerteventura@play&train.org

 

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