Interview
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Sergio Lloret –Alcalde del municipio de Tuineje

"Wir müssen unsere Wirtschaft diversifizieren und Arbeitsplätze schaffen, damit wir der Bevölkerung bessere Leistungen bieten können“

Der Bürgermeister von Tuineje, Sergio Lloret, hat uns empfangen, um uns zu erzählen, was er bis jetzt in diesem Amt getan hat. Erzählen Sie uns bitte…

Unter den wichtigsten Zielen in der Gemeinde ist für die Regierungsfraktion und für mich persönlich eine strukturelle Veränderung am wichtigsten, die man nicht leicht in kurzer Zeit erreichen kann. Es muss erreicht werden, dass diese Gemeinde wieder wohlhabend wird. Diese Gemeinde war einmal der Motor und das Wirtschaftszentrum von Fuerteventura. Es gab Arbeit für Leute von der ganzen Insel. Leider ist unsere Lage immer schlechter geworden. Das kann viele Gründe haben. Es kann daran liegen, dass wir dachten, es wäre ausreichend, eine Trabantenstadt zu sein, während andere Orte, die damals ärmer waren als wir, große Fortschritte gemacht haben. Als der Wechsel von der Landwirtschaft zum Tourismus vollzogen wurde, blieb Tuineje außen vor, und man wollte uns davon überzeugen, dass das so besser sei. Jahrzehnte später sehen wir das Ergebnis. Wir schaffen keine Arbeitsplätze und haben keine Ressourcen, um die erforderlichen Leistungen für die Bevölkerung zu bieten. Das hat dazu geführt, dass die Hälfte der Bevölkerung von Tuineje In anderen Gemeinden arbeiten muss. In La Oliva, Pájara und Puerto sind diejenigen, die außerhalb arbeiten müssen, nicht einmal 10 % der Bevölkerung. Wir und Betancuria sind die Orte, in denen die Wirtschaft stagniert, und dagegen müssen wir etwas tun.

Wie kann man diesen Trend korrigieren?

Indem wir darauf setzen, unsere Wirtschaft zu diversifizieren und Arbeitsplätze zu schaffen, um der Bevölkerung die besten Leistungen zu bieten. Nicht nur das Modell Trabantenstadt ist defizitär, sondern die Leute ziehen meistens in den Ort, in dem sie arbeiten. Da die Bevölkerung in den Gemeinden wächst, in denen es mehr Arbeit gibt, sind die Leistungen in den Orten besser, die mehr Einwohner haben.

Logischerweise ist das Hin-und-Herfahren weder unter wirtschaftlichen noch unter zeitlichen Gesichtspunkten sehr rentabel.

Wir müssen das Tourismusangebot – wie in Las Playitas – mit Sporttourismus ergänzen, mit dem wir weiterhin wachsen und uns gleichzeitig von anderen Arten des Tourismus unterscheiden möchten. Das geschieht in Gran Tarajal dank der Hotels in El Aceitún und in Tarajalejo, die ein Wachstum erleben, das sich am Sport, am ländlichen Tourismus und am Ökotourismus orientiert und damit unsere historischen Orte auf dem Land und die Landschaften der ländlichen Gebiete aufwertet. In El Cuchillete und in Llano de La Higuera gibt es Verbindungen zu Firmen des Primärsektors auf anderen Inseln und sogar auf internationaler Ebene. Es gibt auch Dienstleistungsunternehmen der Tourismusbranche, die wir unterstützen und ergänzen müssen, indem wir den Hafen von Gran Tarajal wieder eröffnen und vergrößern und in vier Bereichen verbessern.

Was sind diese vier Bereiche?

Die Verbesserung der Fischerei- und Sporthafenbecken und die Erweiterung des Hafens, damit der Hafen zu einem Bezugspunkt für Kreuzfahrtschiffe und für den Handel wird.

Und welches langfristige Projekt ist schon beschlossen und wird bald verwirklicht?

Es wäre toll, wenn die Verbesserungen nur vom Rathaus abhängig wären. Sie sind aber von der Regierung der Kanaren abhängig, und wir fordern seit Jahren, dass die Notwendigkeit Verbesserungen durchzuführen ernst genommen wird.

Welche weiteren Ziele standen noch an?

In dieser Legislaturperiode wurden einige verwirklicht, zum Beispiel die steuerliche Entlastung. Wir haben alle Steuern gesenkt, einige schon für dieses Jahr. Das gilt für die Grundsteuer, Zuschüsse für Großfamilien und Maßnahmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Müllgebühren, die sehr umstritten waren, wurden für die Industrie um 50% gesenkt und für die Haushalte um 5 %. Auch die Fahrzeugsteuer wurde gesenkt. Ein weiteres Ziel, das erreicht wurde, war die Verbesserung der Müllabfuhr in der Gemeinde. Bei dem Festival Arena Negra, dem ersten Festival, das vollständig von der Gemeindeverwaltung organisiert wurde, konnte man sehen, dass der Strand im Morgengrauen schon wieder sauber war. Mit solchen großen Events wird beabsichtigt, etwas in der Gemeinde in Bewegung zu bringen und Tuineje einen Platz auf der Weltkarte zu geben. Wir sind außerdem sehr stolz auf das Ergebnis, das uns für die anstrengende Arbeit kompensierte, die wir mit Unterstützung des Cabildo geleistet haben. Bei vorherigen Events hatte sich gezeigt, dass die Bedingungen des Strandes von Gran Tarajal hervorragend sind, deshalb beschlossen wir, ein eigenes Festival zu machen. Der Name wurde von den Anwohnern bei einer Befragung ausgewählt, und wir finden ihn sehr passend, denn er bezieht sich auf den einzigartigen Vulkansand, der typisch für die Basaltstrände unserer Gemeinde ist. Wir veranstalteten tagsüber Aktivitäten in verschiedenen Teilen der Geschäftszone, damit alle von dem Festival profitieren konnten. Die Gesellschaft wurde stark einbezogen, und es wurde ein großer Publikumserfolg. Darüber hinaus ist wichtig, dass es positive Auswirkungen auf die Wirtschaft hatte. Alles war absolut transparent, und auch die Firmen der Gemeinde haben viel beigetragen. Wir arbeiten schon an der diesjährigen Ausgabe und bieten das bestmögliche Programm an, damit sich das Festival konsolidiert. Ein weiteres etabliertes Festival der Gemeinde ist das Clown-Festival Tran, das dieses Jahr zum achten Mal stattfindet. Dazu kommt das Fest des San Miguel, das seit 275 Jahren ununterbrochen stattfindet und daran erinnert, wie die Bevölkerung von Fuerteventura zusammenhielt, um die Insel zu verteidigen. Wir haben die notwendige Dokumentation erstellt, um dieses Fest als eine Veranstaltung von nationalem touristischem Interesse erklären zu lassen.

 

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