FUETEAC–Verband zur Unterstützung von Personen mit Entwicklungsstörungen des Nervensystems
Mai 2022

FUETEAC–Verband zur Unterstützung von Personen mit Entwicklungsstörungen des Nervensystems

„Wir möchten Unterstützung für Familien bieten und einen Raum schaffen, in dem sich die Familien treffen und austauschen können”

Drei Frauen voller Enthusiasmus und Energie haben den Hauptsitz des Verbandes zur Unterstützung von Menschen mit neurologischen Entwicklungsstörungen, FUNTEAC, gegründet und damit die Aufgaben der Gründerin Sol Fortea übernommen, die zusammen mit zwei anderen Kollegen auf Gran Canaria diese Stiftung ins Leben gerufen hat. Die Präsidentin auf Fuerteventura ist Fabiola Moreno, die Vizepräsidentin Coral Naranjo und die Sekretärin Jesica García. Wir treffen uns mit den drei Frauen, um mehr über dieses Zentrum und die Arbeit, die dort geleistet wird, zu erfahren.

Seit wann gibt es die Stiftung FUNTEAC?

Coral: Sie wurde 2016 von einer Gruppe von Fachleuten gegründet, zu denen auch Sol Fortea gehört, die sichspeziell Menschen mit autistischen Störungen (AT), Sprachstörungen (T) oder Hyperaktivität (TH) widmet.

Fabiola: Letztes Jahr traf ich Sol Fortea und erzählte ihr, dass wir uns Sorgen über den Mangel an Ressourcen auf dieser Insel machen. Sie bot mir an, den Hauptsitz nach Fuerteventura zu verlegen und bat mich, ein Team zu bilden. Ich denke, wir haben ein großartiges Team. Wir sind seit Januar dieses Jahres hier, aber wir haben erst vor kurzem richtig angefangen.

Jesica: Wir haben seit September damit angefangen, Treffen mit Fachleuten aus diesem Bereich abzuhalten, und am Ende wurde beschlossen, dass wir drei den Vorstand leiten werden, aber es gibt eine große Gruppe von Leuten, die uns unterstützen. Die drei Ämter für Bildung, Gesundheit und Politik haben sich sehr für uns eingesetzt.

Und sind Sie schon aktiv?

Coral:Wir sind dabei, die Projekte zu verwirklichen, die wir uns vorgenommen hatten. Das erste war, einen Raum zu bekommen, und der ist jetzt nach viel Arbeit und der Zusammenarbeit vieler Menschen fertig. Außer diesem Raum gibt es noch zwei weitere, die als Therapieräume dienen werden, wenn wir voll einsatzfähig sind. Hierfür benötigen wir Zuschüsse und Spenden, die wir hoffentlich bekommen werden. In der Zwischenzeit bilden wir Fachleute aus. Wir veranstalten dazu Kurse mit zwei Fachleuten aus diesem Bereich, die aus Gran Canaria kommen. Der nächste findet am 7. Mai statt.

Und Sie bieten keinen Kurs für die Familien der Betroffenen an?

Jesica:Natürlich wollen wir Unterstützung für Familien anbieten, d. h. wir wollen einen Raum schaffen, in dem Familien zusammenkommen und sich über verschiedene Themen austauschen können. Wir wollen Eltern und auch Großeltern schulen, die sehr wichtig sind, indem wir ihnen erklären, wie sie sich verhalten und was sie in bestimmten Fällen tun sollen. Wir werden mit der frühen Betreuung für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren beginnen und planen, in Zukunft auch Kinder ab 6 Jahren aufzunehmen. Wir bereiten auch einen Ratgeber für Eltern vor, die sich plötzlich mit diesen Problemen bei ihren Kindern konfrontiert sehen.

Fabiola: Wir wollen die Schulter sein, an die man sich anlehnen kann, damit man weiß, welche Schritte man von Anfang an und in den schwierigen Momenten, in denen man verwirrt und traurig ist, unternehmen muss.

Was muss man tun, um Zugang zu den Therapien zu bekommen, die in nächster Zeit angeboten werden. Müssen die Betroffenen eine Bescheinigung mitbringen, einen Termin vereinbaren usw.…?

Coral,- Sie können uns eine E-Mail schicken, um ein erstes Gespräch zu vereinbaren, damit wir ihren Fall kennenlernen: funteac.porti@gmail.com . Unser Ziel ist die vollständige Integration aller Betroffenen, unabhängig davon, wo sie auf der Insel geboren sind oder leben. Wir werden uns keinen Ausweis zeigen lassen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, von der Stiftung unterstützt zu werden.

Also ist der Zeitpunkt gut für die Familien, um sich mit dem Verband in Verbindung zu setzen…

Fabiola:Ja, aber wir wollen keine falschen Erwartungen wecken. Wir kommen sehr langsam voran und legen die Grundlagen dafür, dass FUNTEAC ein solider Ort ist, der überleben und überdauern wird. Wir sind haben das Ziel nicht erreicht, aber wir sind in der Phase, in der wir langsam aber sicher vorankommen.

Coral: Ja, aber auch wenn wir langsam vorankommen, haben wir vor, im Juni mit den Therapien zu beginnen. Wir werden aber mehr tun, wenn es die wirtschaftliche Lage zulässt.

Fabiola: FUNTEAC setzt sich für die vollständige Inklusion ein. Am Welt-Autismus-Tag haben wir eine sehr schöne Situation erlebt: Hier waren Kinder mit neurologischen Entwicklungsstörungen und andere ohne, und alle haben gespielt, so dass man sie nicht voneinander unterscheiden konnte. Wir sind der Meinung, dass es eine Frage der Erziehung ist, sie zu lehren, sich in andere Kinder hineinzuversetzen und zu tolerieren, dass jeder anders ist. Wir hoffen, dass sie eine „glückliche Reise durch das Leben“ machen können.

Für alle Personen, die daran interessiert sind, mit irgendeiner Art von Spende mitzuwirken, stellt die Stiftung die folgende Kontonummer zur Verfügung: ES 84 2100 8982 09 02 0004 5226

 

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