Jonay Cabrera González - kanarischer Dichter
Mai 2022

Jonay Cabrera González - kanarischer Dichter

“Mit der Poesie kann ich das ausdrücken, was ich wirklich fühle”

Jonay Cabrera wurde auf Teneriffa geboren, aber er lebt seit mehr als 12 Jahren auf Fuerteventuraund er fühlt sich beiden Inseln verbunden. Er hat seine letzten beiden Gedichtbände bereits auf dieser Insel geschrieben, weshalb er sich selbst eher als Einheimischer betrachtet. Da nun sein fünftes Buch im Mai dieses Jahres erscheint, möchten wir ihn bitten, uns ein wenig mehr über diese Facette seiner schriftstellerischen Arbeit zu erzählen.

Haben Sie schon immer Gedichte geschrieben?

Ja, ich bin vor allem Dichter, dazu kommt, dass ich sehr jung angefangen habe.

Sehr jung?

Ja, ich habe sehr früh angefangen zu schreiben und zu lesen.

Was für Gedichte schreiben Sie?

Der französische Surrealismus gefällt mir am besten und er hat mich am meisten beeinflusst.Ich bemühe mich eine deskriptive Poetik zu machen, ich versuche, meine Verse zu einer Art geistiger Fotografie zu machen.

Schreiben Sie in Versen?

Ja, oft, aber ich bevorzuge die poetische Prosa.

Gegenwärtig gibt es viele junge Schriftsteller, aber nicht viele, die sich der Poesie widmen. Wie kommt es, dass sie seit Ihrer Jugend diese Leidenschaft haben?

Ich weiß es nicht... Mein Vater ist Künstler, ein autodidaktischer Musiker, und manchmal hat er sogar Verse vorgetragen, vielleicht hat mich das beeinflusst. Aber ich glaube, diese Leidenschaft kommt eher von meiner großen Liebe zum Lesen und meinem Wunsch zu lernen. Mit Poesie fühle ich mich wohl, sie erlaubt es mir, das auszudrücken, was ich wirklich fühle. Ich denke, dass die Poesie sehr frei ist, und deshalb fühle ich mich beim Schreiben wohl. Das verschafft mir eine gewisse surreale Freiheit.

Bekommt man Ihre Bücher hier in den Buchhandlungen auf der Insel?

Ich denke schon, vor allem zwei von ihnen.

Wie heißen Ihre früheren Bücher?

Das erste hieß „La mirada del Mamut“ (Der Blick des Mamut),... danach kam „El giro del girasol“ (Die Drehung der Sonnenblume); dann „Los abismos de cal“ (Die Abgründe des Kalks). Das letzte ist „La casa donde nací“ (Das Haus, in dem ich geboren wurde). Die letzten beiden wurden vom Amt für Kulturdes Cabildo von Fuerteventura finanziert. Ich habe dieses neue Buch in Zusammenarbeit mit einem neuen Verlag auf Teneriffa namens Fuerteletra herausgebracht, und die Vertriebsfirma, mit der sie zusammenarbeiten, ist für den Verkauf des Buches hier auf Teneriffa und Gran Canaria zuständig.

Was können Sie uns über Ihr Buch „La casa donde nací“ erzählen?

In diesem Buch versuche ich, ausführlich über die Dinge nachzudenken, die mich im Leben beschäftigen.Ich könnte sagen, dass es ein metaphysisches Werk ist. Es handelt vom Geistigen und vom Fleischlichen, vom Körperlichen und vom Ätherischen.

Sind Ihre Werke auf dem spanischen Festland erschienen?

Ja, eines meiner Bücher wurde auf dem Festland vertrieben, aber generell habe ich aus finanziellen Gründen nicht den Wunsch, zu expandieren.

Wenn Ihre Gedichte gut sind, wäre es ideal, wenn sie überall dort verbreitet werden, wo es sprachlich möglich ist und dass möglichst viele Leute sie genießen können.

 

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