Interview
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María Jesús Pardo – Glaskünstlerin

Der Prozess besteht aus zwei Phasen im Ofen, von denen eine acht und die andere fünf Stunden dauert. Dazwischen wird poliert

Diese Kunsthandwerkerin, die unter dem Namen Chus Pardo bekannt ist, aus Galizien kommt und zusammen mit ihrer Familie seit 18 Jahren in Fuerteventura lebt, hat sich in den vergangenen sechs Jahren dem Kunsthandwerk gewidmet. Sie hat uns erzählt, dass sie eigentlich vorhatte, nur fünf Jahre auf der Insel zu bleiben, um für einige Zeit dem kalten Klima ihrer Heimat zu entkommen, und dass ihr die Insel so gut gefiel, dass sie beschloss zu bleiben. Haben Sie sich dieser Tätigkeit von Anfang an gewidmet?

In den ersten vierzehn Jahren in Fuerteventura habe ich für einen Reiseveranstalter gearbeitet. In den letzten Jahren, die ich dort arbeitete, beschloss ich, da sich in dem Unternehmen vieles geändert hatte, nur halbtags zu arbeiten und den anderen halben Tag dem Kunsthandwerk zu widmen. Doch dann brachten mich der Stress und der Rat meines Arztes dazu, meine Arbeit aufzugeben und mich ganz und gar der Kunst zu widmen. Ich hatte schon in Madrid Kurse über die Arbeit mit Silberton gemacht, denn ich hatte immer Lust gehabt, Schmuck zu machen und mit Silber zu arbeiten. Die Lehrerin, die mir die Arbeit mit Silber beibrachte, erzählte mir auch etwas über das Glasschmelzen, eine Technik, die sie in einem anderen Kurs unterrichtete. Ich hatte das Ganze als Hobby betrachtet und mir einen kleinen Ofen für das Silber gekauft, der auch für das Glasschmelzen geeignet war. Da ich weiter Kontakt zu der Lehrerin hatte, kehrte ich nach Madrid zurück und nahm wieder Unterricht. Die Arbeit mit dem Glas gefiel mir sehr und ich hatte vor, sie mit dem Silber zu verbinden. Schließlich gefiel sie mir so sehr, dass ich mich fast ausschließlich diesem Handwerk gewidmet habe.

Worin besteht das Glasschmelzen?

Es ist eine Technik, die darin besteht, verschiedene Glasstücke, die – je nach Geschmack - mit Glasschmelzfarbe bemalt sind, miteinander zu kombinieren und zu verschmelzen. Wenn Sie alles vorbereitet haben, kommt das Glas in den Ofen – genau wie Tonarbeiten. Die Temperatur ist von der Art des Glases abhängig, die wir verwenden. Die verschiedenen Glasarten können nicht kombiniert werden, es kommt darauf an, ob es Murano, Bullseye oder Floatglas ist.

Welches Glas verwenden Sie am meisten?

Ich verwende vor allem Bullseye; es kommt aus den USA. Es gefällt mir sehr, denn es ist nicht so weich wie Murano-Glas, aber für einige Modelle verwende ich auch andere Glasarten.

Es ist wohl schwer, diese Materialien auf der Insel zu finden …

Ich muss sie vom spanischen Festland herbringen. Ich bestelle das Bullseye-Glas direkt in seinem Herkunftsland, aber ich muss eine große Menge bestellen, um beliefert zu werden. Die Pigmente und die übrigen Materialien kann ich bei Lieferanten vom spanischen Festland bestellen.

So wird das Endprodukt sicher wesentlich teurer...

Natürlich, außerdem ist dieser Prozess sehr langwierig. Er besteht aus zwei Ofenphasen, die acht bzw. fünf Stunden dauern. Dazwischen wird poliert. Es ist kein Produkt, das man von einem Tag auf den anderen bestellen kann. Deshalb verstehen die Kunden meistens den Unterschied zwischen den billigen Ketten im Handel und meinen nicht.

Außerdem enthalten die Ringe, Ohrringe usw. Silberteile. Stimmt das?

Ja, auch die Verschlüsse der Ketten sind aus Silber.

Sie machen auch Figuren …

Ja, ich mache kleine Boote, Weihnachtsbäume usw., aber bei dieser Art von Glas sind die Möglichkeiten begrenzt, weil ich dafür Glasplatten verwende.

Nehmen Sie Aufträge an?

Natürlich, unter anderem mache ich Geschenkartikel für Firmen oder besondere Entwürfe.

Wo bekommt man Ihre Arbeiten?

Auf dem Kunsthandwerkermarkt im Oasis Park, auf dem Markt von El Castillo, im Hotel Bahia Playa, im Fuerte-Original in Puerto del Rosario und in Petras Laden in Antigua sowie in dem Geschäft für Geschenkartikel „Why Not?“ in El Castillo. Man kann mich auch unter der folgenden Telefonnummer erreichen: 699 902 582

 

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